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Iveco - Marokko 04
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Iveco - Marokko 04

Fotos zu Marokko 04 gibt’s hier.

Wir Machen uns jetzt schön langsam auf den Weg nach Norden. In Essaouira campen wir direkt am Strand. Dort schrauben wir auch den mittlerweile an drei stellen gebrochenen Dachträger runter. Das ding ist hinüber. Unglaublich das der, aus starken Stahlrohren geschweisste, unbelastete Dachträger zerbröselt und der Iveco noch nicht mal eine schraube verloren hat (zumindestens geht uns keine ab)

Anyway den Dachträger wollen wir nicht einfach am Strand liegen lassen. Da kommt uns ein alter mann, der uns schmuck andrehen will, wie gerufen. Wir tauschen mit viel verhandlungsgeschick den Träger gegen silberschmuck ein. Ein paar stunden später fährt ein Africa-peugeot mit Mamuth-dachträger davon. Der alte freut sich wahrscheinlich über das geschäft seines lebens und wir haben kein schlechtes gewissen den Träger einfach liegen gelassen zu haben.

Von da an fahren wir recht flott in den Norden und schippern wieder die knappen 30 km nach Spanien. Unweit von der Werkstatt an der wir den ersatzreifen bekommen haben, stehen wir wieder mit einem platten da. Ein rostiger riesen Nagel hat sich in den Reifen gebohrt. Jetzt fahren wir links hinten mit dem deutlich schmäleren neuen ersatzreifen. Später wollen wir den anderen reifen flicken und wieder umschrauben.

Es ist aber in ganz spanien so kalt, das uns reifenflicken überhaupt keinen spass machen will. Merkbar anders fährt es sich mit den neuen rad auch nicht, also fahren wir, und fahren, und fahren. Überall liegt schnee und wir halten nur zum tanken und essen. Übernachten auf truckstops, fahren und fahren. In der nacht gibt’s minusgrade und aus den federn kriechen wir nur mehr bei laufender standheizung.

Die letzten zwei Etappen von Marcon in Frankreich bis Wien machen wir zu einer. Wir wechseln uns mit fahren und hinten schlafen ab. Um fünf früh, nach 9640km, suchen wir einen Parkplatz in der Josefstadt.

Schon am weg nach m’hamid merken wir das unser ständiger begleiter, das gute wetter, einen anderen abzweiger genommen hat. sandsturm, wind und sindflutartige regenfälle wechseln sich ab. Wir finden einen grossen sandigen campingplatz eines holländers. Der grossteil des platzes ist Sand, eine geniale sperre für strassen-womos! wir sind 3 tage allein auf dem platz, nichts erinnert daran das wir uns auf einem campingplatz befinden – zum frühstück gibts frisches brot und am abend nehmen wir uns Bier aus dem kühlschrank ;-) so überstehen wir eineinhalb tage schlechtes wetter.

Dann kommt wieder die sonne raus und wir wollen weiter, schließlich erhoffen wir uns noch ein paar dünen hinter m’hamid. Joussuf, der holländer (zitat:“ ....Ach so,... Ihr seit ja noch nicht ausgestiegen!...) warnt uns vor der strecke nach foum zguid. nach den heftigen regenfällen der letzten 2 tage wird die Strecke wahrscheinlich unpassierbar sein; bis das trocknet dauerts meist ein paar tage. Dann verplempern wir aber den Vormittag und weil’so schön sonnig ist bleiben wir doch noch eine nacht.

Um neun sind wir dann abreisefertig. nur noch unsere rechnung begleichen, und ab in die dünen. Leider haben wir vorher nicht nach dem Bier-preis gefragt. Und aus dem kühlschrank nimmts sich’s so leicht. 3 Euro pro dose, das ist bitter!

Die ersten km auf der Piste sind enttäuschend. Bei den baby-dünen lohnt es sich nichtmal den allrad zu zu schalten. Sorgen bereitet uns das GPS. Laut der internen Basiskarte befinden wir uns schon in algerien. Ok, der Grenzverlauf ist umstritten, aber im hinterkopf haben wir die warungen vor mienen, die uns von ‚potentiellen’ Führern aufgedrängt wurden.

Die Streck führt durch den Lac Iriki, ein zeitsee, der meist ausgetrocknet ist. Heute aber nicht. Wir versuchen die wasserfläche zu umfahren, ohne erfolg. Also wieder weiter, laut GPS immer weiter nach algerien. Eine Spur sieht vielversprechend aus. Da sind wohl ein geländewägen und zwei motorräder gefahren; lang kann das noch nicht her sein. Maybe kennen die ja einen weg. Wir folgen den spuren. In dem sandig matschigen boden wachsen sträucher die von unmengen riesiger flug-heuschrecken bewohnt werden. Wenn wir uns durch die büsche werfen, suchen sie das weite und spritzen richtig weg. Mit geschlossenen Fenstern sehr lustig an zu sehen, eine Heuschrekenplage muss ein extremes erlebnis sein.

Die Spuren sind von Chris und Marco (im Landy), Guido (spitzname GUIDO-the-GPS-guide – weil er dem pfeil seines GPS meist blindlings folgt) auf einer Transalp und zwei Franzosen die auf einer BMW 650er Paris Dakar unterwegs sind. Wir amüsieren uns über das zufällige Meeting – die ersten in unserem alter treffen wir gerade dort, wo’s sinn macht nicht alleine herum zu gurken. Wir planen gemeinsam einen weg zu suchen.

Querfeldein in die richtige Himmelsrichtung ist der Plan. Das geht auch gut bis ein fluss den weg versperrt. Die furt ist zwar keinen halben meter tief aber der schlamm an den Ufern macht uns sorgen. Während wir noch überlegen, kommt ein Defender mit kompetent wirkenden Marokkanern am flussufer entlanggefahren. Der vor dem Auto hergehende Guide entschliesst sich für unsere Furt. Der leere defender kommt durch. wir sind zwar sicher über eine Tonne schwerer aber schliesslich hat ein bisschen schaufeln noch keinem geschadet. Wir beladen den Iveco noch mit dem zeug von Guido und der französischen Motoradfahrerin und nehmen anlauf. Sah ärger aus als es war – auch die beiden Motoradfahrer kommen ohne sturz durch.
Guidos Reservetanks bleiben uns, er ist froh über jedes Kilo weniger.
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Guido hat noch einen weiten Weg vor sich. Er will in die Westsahara, nach Mauretanien und Mali oder so. Sogar einen zweiten Pass hat er mit – wenn er in die verlegenheit kommen sollte, nach Israel einreisen zu wollen (die findens ja weniger cool wenn der pass voller arabischer Stempel ist). zurück will er in 3 Monaten oder so..., Geländeerfahrung hat er nicht hält sich aber gut in der pampa. Uns kommts ein bisschen riskant vor. allein am moped, aber guido ist mit zuversicht gesegnet und sieht das gelassen.
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Zu unseren lustigen Caravane stossen dann noch zwei deutsche in einem alten MAN truck. Die haben die russischen Karten mit und wir diskutieren wieder mal wie wir trotz wasser nach foum zguid kommen könnten.

Wir entscheiden uns für querfeldein. der rest der Bande versuchts links um den Hügel auf einer piste. Wirklich ein geniales Gebiet zum ‚Querfeldeinfahren’. Immer wieder müssen wir durch kleine Bäche und dann wieder flussbette entlang. Schnell sind wir so nicht, wir zirkeln uns durch die Marslandschaft.

Nach einer Pause sehen wir, das sich der rest der karavane ausser dem MAN, der unglaublich langsam unterwegs ist, auf unseren Fersen geheftet hat. Sie haben umgedreht und sind dann unseren spuren gefolgt.

Wir beschliessen hier in der Gegend zu übernachten und nicht mehr bis zu den dünen, die sich am Horizont auftürmen, weiter zu fahren. Die Franzosen wollen da unbedingt heute noch hin und verabschieden sich. Marco, chris und Guido schliessen sich uns an. Mühsam hacken wir einen ausgetrockneten baum um. Das Ding wird immer härter umso weiter man sägt oder hackt, gibt aber ein super Feuer.

Guido hat den Iveco zur fotoapparat-werkstätte umfunktioniert und schraubt an seiner Minolta. Der moderne Spiegelreflex-Minolta hat der Sandstum übel mitgespielt und er hat erst wenige seiner 60 mitgebrachten Filme verschossen. Der rest der Truppe sitzt ums Lagerfeuer, aus den Autos dröhnt Hip Hop und wir diskutieren über Politik, Musik und Reisen.

Am nächsten Tag kommen wir bis kurz vor die Dünen. Ein matschsee verhindert das weiterkommen. Der MAN war schon vor uns da gewesen,aber auch seine Spuren zeugen von einem U-turn. Gehen kann man auf dem schlamm, der sich wie ein riesen Wackepudding bewegt. Stehenbleiben ist nicht ratsam, keiner will ausprobieren wie tief man sinken würde. Zu tief sitzen die frühen eindrücke von Treibsand in Tarzanfilmen ;-)
Befahren kann man den Wackelpudding auf keinen Fall. Auch wir drehen um und wollen das gebiet nördlich umfahren. Wir treffen auf den MAN der uns vom „Gutenmorgen-schaufel“ erzählt. Selbst mit den mannshohen reifen sei kein weiterkommen im Sand (oder besser Sand-Matsch)

Ok,Ok – viel Sand werden wir auf der Reise wohl nicht unter die Reifen bekommen, damit finden wir uns jetzt langsam ab, aber zurück nach m’hamid wollen wir auf keinen Fall. Solange wir noch genug sprit haben, um den Rückweg zu schaffen, werden wir versuche nach foum zguid zu kommen.

Auf der russischen militärkarte ist eine Piste eingezeichnet; die wollen wir jetzt nehmen. Wieder einmal eine von den 110dB lauten Steinpisten. Egal welches Tempo, angenehm ist’s nie. Wir steigen da lieber ein bisschen aufs Gas und brettern dahin. „ einige male seit ihr ganzschön abgehoben“ sagt chris der hinter uns gefahren war. „Wir?“ das ist uns gar nicht aufgefallen in unseren LKW sitzen. Trotz der Lautstärke fällt ein ungewöhnliches Geräusch auf.... einer der schweissnähte des Stahldachträgers hat’s gereicht. Das ding ist komplett abgerissen. Wir flicken die Bruchstelle und folgen weiter der Rumpelpiste. Wenn unpassierbare stellen den weg versprerren erweist sich Guido als flinker Botschafter und sucht mit der Transalp nach passierbaren stellen. Je dunker der Boden wird umso mehr gas geben wir, um ja nicht stecken zu bleiben. Die Gatschlöcher überziehen unsere Fahrzeuge mit schlamm - Rein ins schlammloch, Scheibenwischer auf vollgas und im blindflug raus. Wir, dank der hohen Sitzpositzion, deutlich seltener blind unterwegs als chris und marco im Landy. Die bekommen den schlamm dann auch noch bei der offenen Dachlucke rein. Der ehemalig weisse Defender hat sich farblich der Umgebung perfekt angepasst.

Wir passiern noch zwei Militärposten. Vorher verstauen wir die GPS geräte, weil wir ja keine Einfuhrgenemigung haben. Auf die frage wie wir navigieren sagt marco „...mit...mit.... Kompass und Karte“ und zeigt seine gratis ADAC-Map, auf der nur die wichtigsten verkehrsverbindungen eingezeichnet sind. Der militärist schaut verwundert und beschreibt uns eine neue gute piste nach foum zquid, schnorrt noch aspirin und wünscht uns eine gute reise.

Die beiden typen beim zweiten Militärposten wollen uns unbedingt auf Tee einladen. Wir reden uns raus „wir müssten ja noch einen Campingplatz finden vor sonnenuntergang!“ Kein Problem wir sollen doch da bei ihnen übernachten.... wir können gerade noch rauswinden, das fehlt uns grade noch, zwei bekifft dreinschauende militaristen am Lagerfeuer, no way baby!

Am Hauptplatz von Foum Zguid parken wieder einmal die obligatorischen Rentner-Womos. Die campen da, direkt vor der Polizeiwache, weil’s so sicher ist. Ein Bayer empfängt uns mit „wo kommt denn ihr her?“ „aus m’hamid“ sagt chris. Von da komme er auch, aber er sei nicht so dreckig und überhaupt fährt man über die Aspaltstrecke nur einen tag..........alles klar!.......wir brauchen nur brot und oliven, dann sind wir wieder dahin.

Wir entschliessen uns noch eine Nacht gemeinsam zu campen dann fährt guido weiter in die Westsahara (beneidenswert!) marco und chris wollen über den Atlas und wir noch nach essaouira an der küste.

Am nächsten Tag halten wir an einer Tankstelle in einem kleine Dorf. Hier führt unser weg nach westen, Chris und Marco wollen nach norden. Während wir uns verabschieden fällt uns auf, dass der Defender massiv Kühlwasser verliert.................Also nichts mit verabschieden.

Natürlich ist auch sofort jemand da der uns zum Land Rover „Spezialisten“ führen will.......na ja ich erspare uns die geschichte.... nur kurz – die sehen zum erstenmal einen td5, kinder schrauben, wir fühlen uns übers ohr gehauen, .... anyway die kiste fährt wieder. Nach dem schock und die endlosen diskussionen gehen wir essen und machen uns aus, nächsten winter gemeinsam nach algerien zu fahren; In sha’allah.

Dann trennen sich unsre wege.

Jetzt haben wir immer noch nicht in unseren geliebten sandduenen uebernachtet. Aus dem einfachen grund, dass wir noch keine gefunden haben. So draengt sich das naechste ziel auf – die duenen bei m’hamid.
Von unserem derzeitigen camp mitten in der steinwueste – da werden uebrigens mit sicherheit die gestochen scharfen hightech-mars-fotos gemacht...(von wegen mars rover) – ist das ganz schoen weit.
in der michelin-karte sehen wir einen abstecher, eine piste, die wir ueber tezzarine nach zagora und dann weiter nach m’hamid nehmen wollen.

Vor dem naechsten dorf nehmen wir dann doch wieder den kameltotenschaedel, der seit zwei tagen unseren kuehler ziert, ab. Wer weiss, wir wollen nicht fuer europaeische voodoo-freaks gehalten werden.

Der abstecher fuehrt uns ueber sandige pisten durch gebiete die an suedafrikanische steppenlandschaften aus landrover-filmen erinnern. Dahin wollen wir auch noch, sagen wir zweistimmig. In einem ausgetrockneten flussbett zwischen schwarzen hoch aufragenden felswaenden verstecken wir uns unter palmen. Dass weisse dach wird noch mit der gruenen plane getarnt und unter zwei reifen graben wir so lange den sand ab, bis wir eben stehen. Ein perfektes camp!

Frueh am naechsten morgen beim routinemaessigen unters-auto-schauen sehen wir, dass die piste dem behelfsmaessig geflickten auspuff den rest gegeben hat. Er ist ganz abgerissen und haengt nutzlos in der aufhaengung, die wir montiert haben, um das ding nicht unterwegs zu verlieren.
Jetzt ist die operation unvermeidlich. Die verrostetet schraube, die den auspufftopf haelt, ist nur noch mit der eisensaege auf zu bekommen. Das rohr kuerzen wir um die bruchstelle und das loch wird mit einer alten konservendose geflickt. Operation gelungen – wie neu, nur mit mehr style.

Der auspuff liegt noch im sand, als zwei jugendliche mit moped auftauchen. Sie sind hier um palmen zu schneiden und entdecken uns trotz den tarnung. Angesichts der jungle-werkstatt stehen sie jetzt staunend herum, einer hilft mir die gegenmutter zu halten, kaffee wollen sie keinen, minze fuer tee ist aus. Egal, sie bleiben stehen und sehen zu.
Iris wird einstweilen von einer aus dem nichts aufgetauchten mutter und ihren vier kindern belagert. Immer wenn man hinschaut, haelt eines der maedchen einen kunstvoll gearbeiteten guertel hoch, sonst passiert nichts.
Traurig entdeckt worden zu sein packen wir unsere sieben sachen und das ganze werkzeug. Uebelnehmen koennen wir es niemandem – der platz ist einfach zu schoen um unentdeckt zu bleiben.

Nachdem wir das auto, um eben schlafen zu koennen, freiwillig eingegraben haben und dann noch, um bequem darunter arbeiten zu koennen, unter die anderen raeder hinkelsteine gehieft haben, werfen wir die untersetzung rein und sperren das hintere differential. Die ein-sand-ausschaufel-sandblech-vorstellung wollen wir unseren besuchern ersparen.

Die piste wird immer steiniger. Erst nach 20 km (gleich 1,5h) merken wir, dass wir immer noch mit geperrtem hinterem differential unterwegs sind. Das war auf den wegen einfach nicht aufgefallen. Nur in einem dorf wunderte ich mich ueber den lahmen motor, der sich so schwer tat beim u-turn auf dem hart getrampeltem lehmboden des hauptplatzes. Mir schaudert, wenn ich daran zurueckdenke. Was bin ich nur fuer ein depp, das mir das nicht spaetestens da aufgefallen war (warum hab ich eigentlich keine warnlampe fuer die sperre?)
Aber unser haus laesst sich auch davon nicht unterkriegen. Welche rohe gewalt es zu nehmen bereit ist, zeigt sich auch in den flogenden vier stunden der 60km hardcore piste.
Gelobt seien die wellblechpisten im sand, wo mittels der richtigen, meist als rallytempo erscheinenden geschwindigkeit ein halbwegs angenehmes fahren moeglich ist. Hier auf dieser steinpiste ist jedes tempo falsch. Unterhalten koennen wir uns kaum noch, alles scheppert und kracht. Kaum kann eine geschwindigkeit fuer laenger als eine halbe minute gehalten werden, weil wieder ein ausgetrocknetes flussbett durchquert werden muss oder zu stein gewordene fussbaelle herumliegen. Nicht allen kann flow rechtzeitig ausweichen und so manche sprungschanze sieht er zu spaet. Der iveco nimmt das gelassen, wir verlieren kein funktional essentielles teil. Auch iris nimmts locker und schafft es sogar immer wieder details ueber land und leute aus dem m-fuehrer vorzulesen, oder besser vorzuschreien. Wir nennen das off-road-reading, iris ist meister.

Dann erreichen wir wieder eine asphaltstrasse. Das gefuehl des schwebens erfasst uns. Kurz darauf kommt uns ein hymer entgegen, die sind wirklich ueberall, wo es ein asphaltband gibt.
Auf der piste waren wir ganz alleine, kein einziges fahrzeug ist uns begegnet. Nur zwei oder drei hirten mit ihren ziegen, schafen und dromedaren. Der anblick des rollenden schrebergartenhauses verdirbt uns den spass am asphalt und wir wollen eigentlich gleich wieder die naechste piste nehmen.

Flow schlaeft dann schon um 7.30p.m. in der haengematte ein; ein anstrengender aber genial schoener tag.

Hamid lebt in tinerhir, hat geschichte studiert und unterrichtet kleine kinder in geschichte und kultur der berber. Eine aufgabe die in der arabisch-franzoesischen schule nicht wahrgenommen wird. Lange sitzen wir in einem strassencafe, nehmen nachhilfe in berber-history, plaudern ueber das leben und die welt und lernen minztee mit turban zuzubereiten.
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Eigentlich wollten wir ein kurzes berber-history-spezial schreiben. Aus angst wegen der ‚veroeffentlichung und verbreitung von flaschinformationen politischen inhalts’ verklagt zu werden und probleme bei der einreise in arabische laender zu bekommen ;-), beschraenken wir uns lieber auf die nennung einer webpage der organisation bei der hamid angestellt ist – www.lemondeberber.com
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Spaeter gehen wir gemeinsam in den suq , wo wir uns an das gedraengel erst mal ein bisschen gewoehnen muessen. Selbst wenn man in einen haufen karotten steigt, gibt es kein boeses blut.
Mitten am marktplatz dann ein platz mit einigen wutzlern. wir schmeissen ein paar runden. Mitspieler muessen wir nicht lange suchen. Spielregeln gibt’s nicht. 1DH (0,1euro) wirft sich aber auch verdammt einfach ein.

Eine aeltere, im gesicht mit dornen taetowierte frau, die sich irrsinnig freut hamid und uns zu sehen, laed uns fuer spaeter zum tee ein. Wir wollen nicht sicher zusagen...in sha’allah, sagt sie, so gott will, hoffentlich.

Unser weg fuehrt dann an ihrem haus vorbei und wir nehmen die einladung wahr. Wie fast alle berberfrauen arbeitet sie ein bis zwei stunden am tag an einem teppich. Iris ist hingerissen von der einfachen aber kunstvollen technik und der herr des hauses erklaert uns stundenlang jedes einzelne detail. Natuerlich wuerde es ihn freuen, wenn wir einen ihrer teppiche mitnehmen könnten. Wir koennen glaubhaft uebermitteln, dass wir kein geld dafuer haetten. Er wuerde uns sogar einen teppich mitgeben und wir sollten ihm das geld schicken. Sein vertrauen ehrt uns – wir lehnen aber trotzdem ab. Tauschen koennten wir aber zumindest etwas – aber was? Wir haben ja nur mitgenommen was wir zu brauchen glauben.

Ueber nacht ueberlegen wir, was wir als tauschobjekt entbehren koennten: einen wassersack aus dem armyshop, eine zerrissene jeans, einen leichten pullover, eine kappe und ein stanleymesser.
Jetzt besitzen wir einen grossen, wunderschoenen berberteppich, sind ein paar dinge losgeworden, die wir ohnehin verschenken wollten und froh ueber den deal. Ach ja, ein paar dirham haben wir schon noch draufgelegt.

Wir sind primaer konzentriert die voellig ueberladenen, mit 10 bis 14kmh den berg erklimmenden lkw’s in halsbrecherischen manoevern zu ueberholen, sodass wir ganz vergessen auf den hoehenmesser zu schauen. Moeglicherweise haben auch die schwarzen abgaswolken der unerbittlich getretenen trucks ihres dazu beigetragen.

Ein kleiner parkplatz mit souvenirhaendlern weckt uns aus der trance. Wir sind am tizi-n-tichka, einem pass auf 2260m seehoehe. Den motor beeindruckt die hoehe nicht im geringsten. Uns schaudert als wir kleine schneeflecken am strassenrand sehen und kommen uns in t-shirt und flipflops reichlich deplaziert vor. Nach dem pass gibt’s nen abzweiger. Im marokko-fuehrer lesen wir, dass an diesen weg eine piste an schliesst, die mit pkws nicht zu schaffen sei. Vor allem im winter ist allrad ein muss. ‚Die schoenste strecke marokkos’ steht da auch noch geschrieben. Wir sind uns eini, dass wir das jetzt brauchen! Dann steht da noch ‚...mit fahrzeugen, hoeher als 250m (wir haben 285cm) und breite ueber 200cm (wir mit eingezogenen spiegeln) ist es moeglicherweise wegen felsvorspruengen nicht zu machen’. Auch wurscht, da kommen wir schon durch, und wenn wir luft ablassen muessen oder schlimmstenfalls drehen wir halt um.

Kurz nach dem abzweiger realisieren wir, dass es dunkel wird. Auch auf die uhr hat irgendwie keiner geschaut. Wir holpern einfach das naechste ausgetrocknete flussbett hoch, finden einen halbwegs ebenen fleck und uebernachten da. Auf 2200m wird’s dann schon richtig kalt in der frueh bevor die sonne unser haus trifft. Aufzustehen faellt schwer, aber wir wollen heute noch weit und mit einem kaffee als kickstart brechen wir auf.

Noch bevor wir den asphalt verlassen, zieht die unglaublichste gegend an uns vorbei. Am anfang der piste ueberfallen uns schon wild gewordene kinder; gemeinsam stark durch den kampfruf ‚bonbon bonbon’ – auf diese ueberfaelle vorbereitet knacken wir unseren 1kg ‚wiener zuckerl’-sack (was sonst?). iris reicht eine hand voll aus dem fenster; doch die aufforderung zum teilen wird nicht verstanden.
Noch eine stunde spaeter ermahnt die schmerzende hand, an der die kinder mit aller gewalt zogen, eine andere verteilstrategie einzufuehren. Jeder bekommt eins. Dies erleichtert auch unser gewissen, angesichts der zaehne die wir taeglich zu sehen bekommen.

Dann geht’s einen canyon entlang. Einmal am linken rand, dann durch den, zu unserem bedauern fuer den winter recht wenig wasser fuehrenden fluss, in die andere wand. Die piste wurde zumeist in den felsen geschlagen.
Durchschnittsgeschwindigkeit 14kmh.
Die landschaft ist karg, nur wenige meter neben dem fluss waechst gras und in der umgebung der dorfer sind kleine felder mit bewaesserungsgraeben angelegt.

Zum glueck sehen wir rechtzeitig, dass uns zwei toyotas entgegenkommen. So ersparen wir uns muehsames zurueck setzen (sicher keine spass bei der piste) und druecken uns in eine felsspalte. Der erste toyota haelt neben uns. Am steuer ein cooler marokkaner mit sonnenbrille, marke skilehrer, der rest der besatzung: familie unentspannt. Am beifahrersitz eine zu stein gewordene europaeerin, hinten ein lethargisch gruener papa, ... mehr koennen wir nicht sehen, strahlende gesichter koennen wir uns aber beim besten willen nicht vorstellen.
‚ i have another one coming’ sagt der pilot und deutet hinter sich. ‚yes, i know’ sag ich und schau auf den, einen meter hinter ihm zum stehen gekommenen landcruiser. Er dreht sich verdutz um und sagt ‚ahh, okay’ und drueck sich mit einem verlegenen grinser vorbei. Der hat sich wohl ausschließlich darauf konzentriert die Touristen heil wieder abzuliefern, da kann man auf die rueckspiegel auch mal vergessen.

Die doerfer unterscheiden sich durch die bauweise der haeuser (von wohnhoehlen bis zu grossen lehmkasbahs), nicht aber durch die sitte der bewohner, dem auto hinterher zu jagen und ‚bonbon’ zu bruellen. Nicht das auch erwachsene auf wiener zuckerl abfahren wuerden, aber 95% der menschen hier scheinen unter 10 jahren alt zu sein.

Laut gps sollte die fuer grosse autos besonders schwierige strecke genau vor uns liegen. Kurz davor kommt uns ein mit franzosen besetzter discovery entgegen. Der fahrer gibt sogar sein bestes, um mit uns zu kommunizieren (wow, ein franzose spricht englisch mit uns) Er raet uns das stueck auf jeden fall vorher zufuss zu begehen, das ehepaar im fond des wagens meint wir sollten umkehren. Kratzer wegstecken zu muessen ist unser gefaehrt ja gewoehnt und so schaffen wir das stueck ohne grosse schwierigkeiten.

Ein hollaender kommt uns am fahrrad entgegen; ob auch weiterhin so grosse steine liegen, fragt er. Wir beteuern, dass es besser wird – vielleicht hilft ihm das ja motivationstechnisch. Fuer uns wird die piste immer angenehmer und nach ein paar fluss(bach)ueberquerungen erreichen wir den asphalt. Wie immer nach so steinigen pisten – das gefuehl zu schweben.

Der Hunger treibt uns und wir parken im naechsten dorf (amerzgane) vor einem restaurant. Aus einem kleinen haeuschen vis-a-vis winkt ein mann mit turban und deutet uns, bei ihm einzukehren. Der auf europaeisch getrimmte ‚tuersteher’ des lokals, auf dessen parkplatz wir stehen, schaut unglaeubig als wir ueber die strasse gehen. Auch amid ist ueberrascht, dass wir seiner einladung flogen und stellt sich sichtlich erfreut als ‚chef de cousin’ seines ein-mann betriebs vor.
Die nicht vorhandene speisekarte bereitet uns keine probleme – es gibt ohnehin nur ein menu. Das essen schmeckt vorzueglich und wir entschliessen das jetzt immer so zu machen – vor dem touristenrestaurant parken und im miniladen nebenan essen.

seit marakkech werden wir von eindruecken dermassen ueberrant, dass wir uns nicht mehr im stande sehen das erlebte chronologisch niederzuschreiben. das tippen auf franzoesischen keyboards ist ein grauss und internetcafes sind schwer zu finden. marokko ueberwaeltigt mit permanent wechselnder landschaft. wir wissen jetzt wieso es so viele reisende immer und immer wieder hierher zieht. die oft absurd wirkende landschaft uebersteigt die moeglichkeiten des fotoapparats um welten, noch schwerer faellt es uns worte zu finden, um dies zu beschreiben.

im folgenden werden wir short stories, die die umgebung nur im ansatz beschreiben, posten. wir hoffen allerdings, dass die fotos - bisher haben wir 6 filme verschossen - dieses defizit etwas ausgleichen werden.

die erste groessere stadt ist tetouan. wir wollen eigentlich nur einen bankomaten suchen und dann so weit wie moeglich in den sueden. bankomat finden wir keinen, aber ein typ auf einem motorrad spricht uns an einer ampel an. sein vater, so erzaehlt er uns auf deutschenglisch, lebt in zuerich und er freue sich deutsch, seine lieblingssprache zu hoeren. die gefaehrte hinter uns hupen, die ampel zeigt gruen, eine hand aufs herz: willkommen in marokko, sagt er und braust davon.
wow, das ist ein empfang nach 3500 km frankreich und spanien! wir sind wieder in afrika - ueberladene lkws, crazy mopedfahrer, eselfuhrwerke, bettelnde kinder, auf der strasse chillende menschen, winken und hupen.
an der naechsten ampel ueberredet uns ali doch GANZ kurz mit in die medina zu kommen, eine halbe stunde, sicher nicht laenger. wir wollen eigentlich nur weg aus der stadt, schaffen es aber nicht. schliesslich ist unser auto auf dem bewachten parkplatz "so sicher wie wenn wir es in der hosentasche haetten" ... wir gehen mit. aus der halben stunde werden 3 oder 4. wir sehen kunstvolle berberteppiche (picasso de maroc), trinken minztee (whisky marocain), schauen vom dach eines hauses ueber die medina, bekommen eine praesentation der berber-naturheilkunde und sehen unglaubliche mosaike. der hardcore einstieg in eine andere welt.

als wir endlich erschoepft beim auto ankommen, ist es dunkel. eigentlich vermeiden wir das fahren bei dunkelheit, der verkehr in den staedten ist bei tag schon spannend genug. bei nacht erscheint er uns verrueckt. immerhin haben 50% der strassenverkehrsteilnehmer beleuchtung - was praktisch ist, weil strassenbeleuchtung nahezu gaenzlich fehlt. die, das durcheinander an den kreisverkehren regelnden polizisten deuten uns immerwieder unverstaendliches, nach dem 4. faellt mir auf warum - eines unserer lichter verwehrt den dienst. halb beleuchtet sind wir zwar noch akzeptabel unterwegs - darauf aufmerksam werden wir aber trotzdem gemacht, sehr freundlich. wir entschliessen uns, die lampe noch schnell zu wechseln und finden auch kurz darauf noch einen bankomaten.

die gegend scheint sehr dicht besiedelt zu sein und neben der strasse wollen wir nicht uebernachten. ein campingschild kommt sehr gelegen. der leicht neben sich zu stehen scheinende rezeptionsmann kommt aus dem cafe afrique geschlendert, raucht eine lustig riechende zigarette und kassiert 1,5euro fuer die nacht. "do you like to get high sometimes?" - nein, bitte, wir wollen nur schlafen. auch gut, wenn doch, er ist im cafe nebenan.

das mit dem schlafen klingt wirklich gut, ist aber nicht so leicht. der platz liegt direkt am meer; von dort pfeift der wind und erzeugt mindestens 100 db im auto. mitten in der nacht suchen wir dann hinter dem duschhaus deckung. da ist es besser, aber immernoch verdammt laut. nach dem sonnenaufgang starten wir unser, ueber nacht mit salz paniertes auto, und wollen so schnell wie moeglich richtung casabalnca.

in einer hardcore etappe schaffen wir es bis oualidia, ein fischerdorf, das im sommer die reichen marokkaner anzieht. hier bleiben wir 2 tage, lassen es uns gut gehen, reparieren kleinigkeiten am auto, richten uns wohnlich ein und lesen in der sonne. am tag wird es richtig heiss. kaum ist die sonne weg, wirds blitzartig kalt. wir sind fasziniert von den tausenden hoehlen, die die brandung in den sandstein gegraben hat, liegen am strand, tiris will schwimmen gehen - 17grad ist dann doch recht kuehl und wasser fuer die anschliessende heisse dusche haben wir leider nicht im ueberfluss. ueberhaupt gibts wenig wasser. ein grosser campingplatz hat zwar duschen und wcs, aber kein wasser. nur im fischrestaurant, in dem wir hervorragend speisen, ist man bereit einen unserer tanks zu fuellen.

nach 2 tagen ruhe fuehlen wir uns erhohlt genug, um den weg nach marrakech anzutreten. auch in marrakech schaffen wir es wieder einmal, wie fast in allen groesseren orten, anstatt wie geplant nur herum, mittendurch zu fahren. keine ahnung warum, aber wir stauen immer ueber den marktplatz und versuchen dann nur noch in der laut gps richtigen himmelsrichtung durch die verwinkeltsten gaesschen aus der stadt zu finden.

hier um marrakech beginnt uns die umgebung zu gefallen. es wird weiter, wuestenartiger und duenner besiedelt. wir freuen uns schon seit tagen auf dirttracks und einsames wildcampen. touristen haben wir bisher kaum zu gesicht bekommen. die wenigen rollenden schrebergartenhaeuser namens hymer sind mit ruestigen pensionisten bestueckt, die von einer sehenswuerdigkeit zur naechsten pilgern.
abends gibts die gewohnte unterhaltung - kein hymer ohne sat-schuessel. zwei paare aus .de lernen wir fluechtig kennen. sie sind seit monaten in marokko unterwegs. ihre womos finanzierte die lebensversicherung.

es ist halb acht morgens, die sonne heizt uns auf den ruecken, waehrend wir unseren ersten cafe auf der iveco dachterrasse geniessen. wir sind auf einem campingplatz bei marrakech direkt neben der hauptverkehrsverbindung nach casablanca. ziemlich laut hier, aber die wenigen camper sind schon eher unser ding. zwei wohn-lkws mit geladenen ktms und ein dreiachsiger womo-pinzgauer. nach dem fruehstueck machen wir uns auf den weg in die city, anschliessend wollen wir ueber den hohen atlas - die natuerliche trennlinie zur sahara.

die fast ferry wird ihrem namen absolut gerecht. durch die meerenge von gibraltar pfeift der wind und wir wundern uns nicht ueber die zahlreich aufliegenden sp...saeckchen. wie man es mit einem espresso von der bar bis zum tisch am fenster schaffen soll, bleibt uns ein raetsel. ein versuch waere wohl rausgeschmissenes geld.
in ceuta, das noch zu spanien gehoert, rollen wir als erste von der faehre und versuchen eine bank zu finden (der ersatzreifen hat uns ein loch in das budget gerissen). wir fahren auf gut glueck im ort herum, ein franzoesischer pickup mit deutscher aufsatzkabine scheint tiefes vertrauen in uns zu setzen und miemt unseren schatten. da wir mit den fr.womobilisten im speziellen und den franzosen im allgemeinen bisher ausschliesslich schlecht erfahrungen gemacht haben, ist uns das aber egal. ohne eine bank gefunden zu haben stehen wir ploetzlich vor der grenze. zurueck wollen wir jetzt auch nicht mehr...

der erste uniformierte winkt uns durch, wie die oesterreicher an der grenze zur schweiz, dann ein auf tuareg getrimmter zivilist der uns deutet stehenzu bleiben.
er spricht deutsch und bietet uns an bei den formalitaeten zu assistieren. eine hilfe die wir, ob unserer schlechten arabisch und franzoesisch kenntnisse gerne annehmen. ohne ihn haetten wir wohl auch im niemandsland uebernachten muessen, so aber schaffen wir die prozedur in einer halben stunde. das aber nur, weil wir, die pickup franzosen und 4 andere typen die gesamte klientell darstellen und der assisten die kooridnation ("sie geht geld wechseln, du kommst mit versicherung machen, ...") uebernommen hat. nachdem wir kreuz und quer ueber den platz gejagt wurden, kommt unser "haus" zur visite. unser beistand fraegt mich mehrmals, ob ich mir auch wirklich sicher sei, kein gewehr mitzufuehren, waehrend sich der gesamte stab vor dem auto versammelt.
ich bitte den ersten herein; seine schwierigkeiten die einstiegshoehe zu meistern sorgt bei den kollegen fuer erheiterung und alles wird deutlich entspannter.
nach dem gps, an dessen platz am amaturenbrett wir kunstvoll ein brillenetuit installiert haben, fraegt keiner, dafuer sorgt die zusammenschiebbare laterne fuer aufsehen. sie wird von den zoellnern fuer ein pfefferspray gehalten, das aber versteckt sich mit gaffer umwickelt beim waschzeug.
dann duerfen wir fahren.

vorab: es ist beiweitem nicht so einfach internet-cafes in marokko zu finden wie wir dachten.

unglaublicherweise haben wir in la linea (suedspanien) eine werkstatt mit lkw-reifen gefunden. der tip kam vom campingplatzwart in san roque. der spezialist bestaetigt uns die befuerchtung: der reifen ist nachdem 0-bar einsatz
ueber den jordan (spaeter in oualidia, marokko, schenken wir den reifen einem traurig wirkenden campingplatzpaechter).

anfaenglich siehts nicht gut aus; erst als der chef der werkstatt (der sogar ein paar worte englisch spricht) auftaucht, kommt hoffnung auf. er hat einen reifen in passender dimension. als ich frage, obs denn ne chance auf das selbe fabrikat gaebe, biegt er sich vor lachen...naja, innerhin haben wir ein reserverad.


ein in brocken englisch sprechender mann macht uns stress. die naechste faehre geht in 15min und wir brauchen noch ein ticket. uns ist es aber egal, ob wir auf der oder der naechsten faehre, die 35min nach afrika schippern. also lass ich den typen hekteln und mir zeit. was ich mit "easy" meine, scheint er bis zuletzt nicht zu verstehen.
der die auffahrtsrampe bedienende hafenarbeiter deutet uns "nichts geht mehr". wir warten auf die naechste ueberfahrt. eine stunde, genug zeit um pasta zu machen, fuer die einreiseformalitaeten brauchen wir angeblich ohnehin viel kraft.

 

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